Feb 8: 19. Tag
Heute waren wir alle irgendwie nicht so richtig gut drauf. Zum einen machte sich bemerkbar, dass P. und A. fehlten - es fehlte unser Geflachse und Lachen - zum anderen waren die meisten noch down vom Wochenende.
Mein Tablett habe ich heute doch nicht ganz geschafft (musste lange einweichen), aber morgen noch etwas Lackieren und dann starte ich mit meinem neuen Projekt. Bin schon total gespannt und freu mich drauf.
Statt KBT haben wir heute alle als Ersatz SKT gehabt. Das gab den einen oder anderen Aha-Effekt in der Gruppe. Auch wenn ich SKT nicht mag (ich mag keine Rollenspiele), hat mir diese Gesprächsrunde heute auch etwas gegeben.
Dann fand ich das Skillsstraining wieder interessant und wichtig - man konnte das Wochenende passend dazu auch gleich in Worte fassen.
Ich habe K. und W. heute gesagt, dass ich sie wirklich sehr gern mag
und habe kurze, aber sehr gute Gespräche mit ihnen geführt.
Für morgen habe ich mich zum Einzelgespräch angemeldet.
Kr.
musste heute kurzfristig in die Klinik, weil die Blutwerte nicht
stimmen. Sie wurde stationär aufgenommen. Hoffe, sie kommt bald wieder.
Wir haben geplant, dass sie am Wochenende zu mir kommt. Ihre WG tut ihr
überhaupt nicht gut und ich bin dann nicht so allein. Das ergänzt sich
prima. ![]()
Heute waren wir zu dritt nach der Thera Eis essen. Solche Mädelsrunde
sollte man sich öfter gönnen, ist super entspannend und einfach nur
toll.
Feb 6: Irrtum
Ich habe mich gestern geirrt: Ich hatte über 5 Stunden massiv zu tun, wieder halbwegs auf die Beine zu kommen. Den sicheren Boden suche ich noch immer ...
Mir ist klar geworden, dass ich den Kontakt zu meiner Mutter nicht mehr erhalten kann. Es funktioniert einfach nicht! Ich muss lernen, gut für mich zu sorgen und gerade in dieser Beziehung brauche ich meinen Raum und kann mich nicht ständig klein machen lassen. Das würde ich irgendwann nicht mehr überleben. Und da sie das nicht begreift, bleibt nur diese Möglichkeit.
Mir ist durch diese Situation deutlich bewusst geworden, dass ich wirklich die Intervall-Behandlung in Anspruch nehmen muss. Das heißt aber auch, langfristig krank geschrieben zu sein - vielleicht wird es wie bei den anderen sein, die dadurch seit Jahren nicht arbeiten können. Es macht mir angst ...
Feb 5: 18. Tag
Den Tag bin ich heute sehr relaxt angegangen. Habe den Abschied von P. und A. gar nicht so sehr an mich rankommen lassen, weil sie nicht aus der Welt sind.
Habe mich in der Gruppe eingebracht; bin meiner Baustellenliste treu geblieben ... und als ich eben dank meiner Erzeugerin am Abrutschen war (ich habe das Gefühl, sie provoziert das richtiggehend) hab ich mir Jacke, Schlüssel und Handy geschnappt und bin raus. Hab dann meine Älteste angerufen und nun geht`s wieder und ich freu mich, wenn sie & Family morgen kommen ...
Habt alle ein schönes Wochenende!
Feb 4: 17. Tag
Als ich heute ankam, lag bereits auf jedem Platz der anderen Mädels eine (helle) Rose. Für mich stand eine (dunklere) Rose bereits in der Vase. Einfach nur süß & lieb von A. ...
Ich habe wie vorgesehen Mutzen gemacht. Ich glaube, noch nie wurde vor der Kaffeezeit soviel genascht wie bei uns heute. ![]()
Dann waren wir wieder lecker Eis essen. Zwar nur im kleinen Rahmen, aber wer nicht wollte ...
Visite war heute auch; habe gleich geklärt, dass morgen für mich 13.30 Uhr Feierabend ist, damit ich die Jungs pünktlich dem Vater übergeben kann. Tja, und dann werden morgen wohl noch zwei Mitpatienten verabschiedet: P. und A. So ganz ohne A. die Tage - das wird für uns alle eine riesige Umstellung, haben wir festgestellt.
Ich habe seit gestern auch die Thematik "Intervall-Behandlung" für mich durchleuchtet. Vielleicht ist dies doch keine so schlechte Idee, weil ich ja anscheinend meine Defizite im täglichen Miteinander habe und so immer wieder dazu angehalten werde, gezielt daran zu arbeiten und vor allem auch im Auge zu behalten.
Auf dem Rückweg heute habe ich womöglich die Ursache für meine Kopfschmerzen aufgedeckt. (Darüber habe ich nachgedacht, weil ich die Frage danach in der Visite nicht beantworten konnte.) Hat mir einige Tränen eingebracht, aber es ist nun mal nicht zu ändern, dass es so ist wie es ist. Und ich will nicht mehr so arg ins depressive abrutschen, auch deshalb nicht. Hilft ja niemanden und schon gar nicht mir ...
Feb 3: Lucas
Stattdessen bekamen wir ein neues Rezept für ein Notfallspray.
Feb 3: 16. Tag
Heute war ich zur Erleichterung der anderen wieder mit dabei. Ich weiß gar nicht wer mir alles sagte, ich habe ihnen gefehlt und nochmal Zuhause bleiben darf ich nicht.
Es wurde allgemein festgestellt, dass ich A. eindeutig sehr gefehlt habe. "A. macht alles für dich - glaube ich", meinte Kr. beim Spaziergang zu mir.
Ich habe kurzerhand ein Einzelgespräch in Anspruch genommen. Hatte geklärt, dass ich heute "nach meinem Ermessen" heim fahre, weil der Impftermin mit Lucas anstand. Habe von meiner "Baustellenliste" erzählt und hörte dann "Ich staune!" und "Hoffentlich übernehmen Sie sich damit nicht."
Normalerweise habe ich nächsten Dienstag meinen letzten Tag, dann sind die 4 Wochen schon wieder um. Wenn die Kids planmäßig Urlaub beim Vater machen können, werde ich noch bleiben - wenn sie Zuhause sind, steige ich aus. (So haben wir uns nun geeinigt.) Sie konfrontierte mich auch damit, dass ich - wie viele andere - in den Intervall-Rhythmus gehen solle: alle 1/4 Jahre wieder für 4-8 Wochen in die Tagesklinik gehen - wenn ich es denn möchte! Ansich möchte ich das aber nicht! Naja, schauen wir mal, wie sich alles entwickelt ...
In der Ergo bin ich sehr gut vorwärts gekommen und wenn ich nicht das Einzelgespräch gehabt hätte, wäre das Tablett auch fertig geworden. So fehlt jetzt noch der Rand und das Lackieren.
Beim Antiaggressionstraining habe ich heute mit 90% Spaß auf die Decke eingeprügelt. War okay - und das Tanzen hat wieder mächtig viel Spaß gemacht.
Beim KBT bekam ich heute hingegen starke Kopfschmerzen ...
Feb 2: 15. Tag
Heute passiert für mich nichts.
Gestern hat es getaut und über Nacht gefroren - der Weg zum Auto war eine Rutschpartie. Nach meinen gestrigen Erfahrungen bin ich umgedreht und habe mich wetterbedingt abgemeldet.
Tja, nun sitze ich hier an meinem freien Tag und weiß nicht so recht, was tun? Mein Tablett wartet nun zwangsläufig bis nächste Woche und mit anderen lachen ist auch nicht in Sicht ...
In der Klinik sind sie der Meinung, ich fehle heute wegen der Sache mit A. gestern. Die kennen mich echt nicht! Und das nennt sich Personal ...
Dann erwartet mich morgen eine andere Tischverteilung. Keine große Tafel mehr, sondern Einzeltische. Wenn das Personal meint, dass das nun doch besser so ist - mir kann`s egal sein; wir auf unserer Ecke sitzen sowieso weiterhin zusammen. ![]()
Ich habe nun die Wohnung geputzt und den ersten Duschvorhang zum 2. Mal in der Waschmaschine. (Lenkt ab.) Nachher steht Kochen an (mal nicht heute Abend).
Dann habe ich seit gestern meine Baustellen-Liste an der Schlafzimmerwand. Hab sie heute früh ergänzt und für mich wichtige Punkte im Rahmen der Konsequenz (mir selbst gegenüber) hinzugefügt. Ich achte auf Konsequenz den Kidsw gegenüber und es wird Zeit, dass ich auch mich nicht mehr aus den Augen verliere. Ich habe mich immer als offen, ehrlich & zuverlässig gesehen und da das Bild so wohl nicht mehr stimmt, mir diese Eigenschaften aber wirklich sehr wichtig sind, arbeite ich jetzt gezielt daran. Und diese Ziele jederzeit abrufen zu können ist für mich eine große Hilfe.
Heute hatte ich bereits mehrfach den Punkt, an dem ich normalerweise abrutsche; einmal richtig krass. Aber da habe ich einfach die Technik aus der Antiaggressionstherapie genutzt und bin sofort hoch und hab mich auf die Musik konzentriert. Hat geholfen und ich bin stolz darauf, die Kurve so für mich bekommen zu haben. Hoffe, dass ich es auch weiterhin so schaffe. Ich will keinen Absturz mehr!!
Fazit: Der erste Satz heute hier im Blog stimmt nicht. Es passiert für mich zwar in der Gruppe nichts, aber dennoch passiert eine Menge. ![]()
Feb 1: 14. Tag
Wir waren heute in der glücklichen Lage, uns in die Nesseln zu setzen:
Patientin A. hatte irgendwie einen Freibrief als Alleinerziehende mit zwei Kindern. Und das haben wir heute in der Gruppenstunde thematisiert. Ich habe geahnt, dass es wieder so endet, dass ich das Gefühl habe, mich vor Schwester S. zu rechtfertigen - aber ich kam nicht drumrum.
Während Schwester S. der Meinung war, das hätten wir mit A. auch selbst klären können (was hätte diese uns sagen können, außer das es genehmigt ist), fand die Psychologin es natürlich richtig, dass es in der Gruppenstunde angesprochen wurde.
Das hatte zur Folge, dass A. den Raum und später auch die Klinik verlassen hat; zur Mittagszeit ihre Einzelstunde wahr nahm und sich danach entlassen ließ.
Einige geben sich nun die Schuld daran, aber ich finde dieses Verhalten feige und letztendlich muss sie es selbst wissen.
Positiv heute: Ich bin in der Ergo super mit meinem Tablett voran gekommen. ![]()
KBT war zum Teil affig, zum Teil hat`s aber auch Spaß gemacht. Ist schon enorm, was aus dieser "Affigkeit" alles vom Alltag herauslesbar ist (= Parallelen).
Was mir heute echt schwer zu schaffen machte: das Wetter. (Es schneit schon wieder.) Über Land ist ja alles relativ frei, aber in Stralsund, das ging gar nicht! Ich hab heute erstmals Angst gehabt beim Fahren. Wenn ich mein Auto kaputt fahre, bin ich echt geliefert; ich würde nicht mal mehr zum Einkaufen kommen! (Ein anderes Auto ist einfach nicht drin.)
Dann hab ich Kr. heute mit frischen Verletzungen gesehen - sie war am WE zu Hause. Habe ihr gesagt, wenn sie mal raus aus der WG möchte, soll sie Bescheid geben. Sie kann jederzeit zu uns kommen. Ein Zuhause, dass ihr so wenig gut tut, braucht sie wirklich nicht.
Jan 29: 13. Tag
Heute habe ich schon früh breit grinsend auf mein Handy geschaut: 3 Minuten vor`m Weckerklingeln. Das geht die ganze Woche schon so. Hab mir meinen MP3-Player geschnappt; Shakira angemacht und innerhalb kurzer Zeit war ich dann zum Frühsport aus dem Bett: tanzen.
(Das wirklich Schöne heute früh: Sogar Lucas lachte mit Dennis noch vor`m Aufstehen.)
Auf dem Weg zur Klinik hatte ich die rote Welle für mich - immer als 2. Auto. Hab mir eins gegrinst und festgestellt, dass ich einen der wenigen Tage erwischt habe, an dem ich wirklich richtig glücklich bin!
In der Klinik habe ich das Flirten mit A. genossen, einfach nur gestrahlt, rum gealbert und andere mit meiner guten Laune angesteckt.
Dann hatte ich heute das erste Skillstraining. Bis auf dass die Schwester bei jedem Dazukommen einer bummligen Patientin alles wieder von vorne erklärte und wir demnach überzogen hatten, sodass die nächste Schwester in der Tür stand und mahnte, wir seien zur Gruppenrunde schon 10 Minuten überfällig ...
... fand ich es richtig interessant. Vor allem das andere Schmerzen brauchen, um sich sicher zu fühlen, hat mich doch sehr nachdenklich gemacht.
In der Maltherapie haben I. und ich uns in Nullkommanichts auf ein Motiv für ein neues Wandbild für den Flur geeinigt. Und fast genauso schnell waren wir in der Umsetzung und da die Grundfarbe trocknen musste, konnten wir dann den anderen bei ihrer Arbeit und bei den mitunter doch sehr lustig-privaten Gesprächen zuhören und einfach nur lachen.
Résumé dieser Woche: Ich fahre gerne in die Klinik, weil wir so eine supertolle Gruppe sind - der absolute Spaßfaktor war das Tanzen mit A. - ich bin stolz über meine Leistungen & Ergebnisse in der Ergo - darüber hinaus habe ich das Gefühl, ich bin diese Woche gut vorwärts gekommen.
... Alles in allem für mich ein toller Tag. Und da nachher Bärchi kommt und sich für morgen Nine & Family angekündigt haben ... *strahl-strahl-strahl*
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!
Jan 28: 12. Tag
In der Gruppenrunde hat A. heute das Thema auf uns gebracht und nochmal betont, dass wir nur gute Freunde sind. Sein Statement sprach sich zwar rum, dennoch sprachen ihn noch andere Therapeutinnen/Schwestern drauf an ...
Wir hatten heute Außenaktion. Letzte Woche sagte ich ja spontan, wir gehen Eis essen. Haben wir heute auch gemacht. War klasse - und noch mehr. Ich wurde nicht nur dazu eingeladen, sondern bekam danach auch noch die Rose, die auf unserem Tisch stand, geschenkt. (Ich glaube, so langsam beneiden mich die anderen. *breitgrins* Eine Ex-Mitpatientin meinte heute schon, sie sei eifersüchtig. Meine Antwort: Schulterzucken, lächeln und "Ich denke, dass ist dein Problem." Woraufhin sie sich mit einer Mitpatientin unterhielt und A. nachrief: "Eine attraktive Frau hast du an deiner Seite!") Die Rose war natürlich der Aufhänger für weitere Mutmaßungen des Personals. Ich amüsiere mich darüber genauso gigantisch wie damals auf Disko mit Nine, als der Dorfklatsch blühte. Sowas forciere ich dann ja nur zu gerne. Weil ich darüber echt gut lachen kann.
Bei der großen Visite heute hatte ich keine Fragen, aber da man Bilanz ziehen muss: Ich bin durch den gestrigen Tag um einiges gelöster - ein Teil des inneren Drucks ist weg. Dazu bin ich froh, an meiner neuen Baustelle arbeiten zu können: meine eigene Grenze definieren/finden.
Dann habe ich heute vorgeschlagen, dass wir nächste Woche Mutzen backen - und habe auch brav den Bestellzettel dafür ausgefüllt. Es ist schön, sich so in der Gruppe integriert zu wissen & fühlen.
Gestern auf dem Heimweg habe ich den Tag für mich nochmal relektiert und festgestellt, dass ich momentan Angst vor einer Beziehung habe. Mag vielleicht komisch klingen, aber gerade durch diese Erkenntnis geht es mir super.

Kommentare
Fri, 15.01.2010 22:39
Liebe Ines! Auch wenn wir l ange nichts mehr von einander gehört haben, möchte ich Dir u nbedingt und von Herzen [...]
Wed, 13.01.2010 22:00
Liebe Ines! Ich drücke Dich ganz herzlich!!! Du schaffst das!!! Und Dich zu verziehe n und zu weinen ist Dein [...]
Thu, 31.12.2009 22:05
Hallo Süße, das wünsch ich d ir auch und hoffe, daß du all deine Ziele verwirklichen kann st und endlich Ruhe in d [...]
Mon, 23.11.2009 10:53
Hei Süße, nein besser gehts nicht. Ich wünsch Euch noch ga nz viele tolle glückliche Stun den. Tausend Umarmunge [...]
Fri, 13.11.2009 22:34
Liebe Ines! Genauso ist es: Es gibt gute und auch schlech te Tage! Aber beide bringen vi el Erkenntnis mit sich! [...]